Buchungsschema Instandhaltungsrücklage für den Nullabgleich & Vermögensstatus

Voraussetzung für einen funktionierenden Nullabgleich & Vermögensstatus ist die Buchung der Instandhaltungsrückstellung (kurz IHR) mit folgenden Konten (Kontonummern sind selbstverständlich frei wählbar):

Konto Kontoname Kontofunktion VTS
EG
VTS
Wi
VTS
Inst
Jahresü.  
               
800 Rücklagenbestand (0) Ohne 0 0 1 Nein  
4900 Zuführung Rücklage lt. WP (52) Abrechnung n. umlagef. Kosten 1 1 1 Nein GUV/ Wiplan
8300 Sollstellung Rücklage (29) Sollstellung Instandhaltungsrücklage 0 0 0 Nein GUV
4300 Reparaturen aus IHR (0) Ohne 0 0 1 Nein  
1200 Giro (60) Geldkonto 0 0 0 Ja  
1220 Festgeldkonto (60) Geldkonto 0 0 0 Ja  
1360 Geldtransit (60) Geldkonto 0 0 0 Ja  
2650 Zinsen Festgeld (0) Ohne 0 0 1 Nein  
2655 Sonstige Einnahmen f. Rücklage (Ertragskonten) (0) Ohne 0 0 1 Nein  
4061 Herstellungskosten (0) Ohne 0 0 1 Nein  
4245 Instandhaltungskosten (0) Ohne 0 0 1 Nein  
9000 Vortrag Sachkonten (83) Vortrag Sachkonten          
9100 Rechnungsabgrenzung
(um die Heizkosten in
das abzurechnende Jahr
einfließen zu lassen)
(60) Geldkonto 0 0 0 Ja  

Die Buchungen der Instandhaltungsrückslage werden in folgender Weise vorgenommen:

Vorgang Betrag Gegenkonto Konto Datum
         
Anfangsbestand der Rücklage (insgesamt) 17.896,17 0800 9000 01.01.2005
Anfangsbestand der Rücklage (Anteil auf Festgeldkonto) 13.896,17 9000 1220 01.01.2005
Anfangsbestand der Bank (Girokonto) 4.000,00 9000 1200 01.01.2005
Zuführung zur Rücklage laut Wirtschaftsplan (Abrechnungsposition in der Hausgeldabrechnung) -1.500,00 4900 0800 31.12.2005
Zinsbuchung auf dem Festgeldkonto, netto 234,50 2650 1220 Aktuelles
Sonstige Einnahmen, die der Rücklage zugeführt werden (Waschmünzen) 500,00 2655 1220 Aktuelles
Reparaturen, die aus Rücklage bezahlt werden -2.961,00 4300 1220 Aktuelles
Geldtransfer von Giro auf Festgeldkonto (Giro) -1.200,00 1360 1200 Aktuelles
Geldtransfer von Giro auf Festgeldkonto (Festgeldkonto) 1.200,00 1360 1220 Aktuelles
Geldtransfer von Festgeldkonto auf Giro (Festgeldkonto) -3.000,00 1360 1220 Aktuelles
Geldtransfer von Festgeldkonto auf Giro (Giro) 3.000,00 1360 1200 Aktuelles

Buchungsschema IHR

800 (Rücklagenbestand)

 

17.896,17 (1)
1.500,00 (4)

9000 (Vortrag Sachkonten)
(1) 17.896,17

 


13.896,17 (2)
4.000,00 (3)

1200 (Bank)
(3) 4.000,00
(14) 3.000,00


1.200,00 (11)

1220 (Festgeldkonto)
(2) 13.896,17
(5) 234,50
(7) 500,00
(12) 1.200,00

2.961,00 (9)
3.000,00 (13)

4900 (Zuführung lt. WP)
(4) 1.500,00

 

2650 (Zinsertrag)
 

234,50 (5)

  

2655 (Ertrag Waschmünzen)
  500,00 (7)
4300 (Reparaturen aus IHR)
(9) 2.961,00  
1360 (Geldtransit)
(11) 1.200,00
(13) 3.000,00

1.200,00 (12)
3.000,00 (14)

 
  • (1) Anfangsbestand Rücklage (Bestandskonto)
  • (2) Anfangsbestand Festgeld
  • (3) Anfangsbestand Bank (Girokonto)
  • (4) Zuführung Rücklage lt. Wirtschaftsplan
  • (5) Zinsertrag Festgeldkonto
  • (7) Ertrag Waschmünzen
  • (9) Dachreparatur
  • (11) Geldtransfer von Giro aufs Festgeldkonto (Giro)
  • (12) Geldtransfer von Giro aufs Festgeldkonto (Festgeldkonto)
  • (13) Geldtransfer von Festgeldkonto auf Giro (Festgeldkonto)
  • (14) Geldtransfer von Festgeldkonto auf Giro (Giro)

Je Objekt können Sie beliebig viele Instandhaltungsrückstellungen definieren (z. B. für das Wohngebäude und die Tiefgarage). Bitte beachten Sie hierbei, dass Sie für die einzelnen Rückstellungen unterschiedliche Konten verwenden müssen, so beispielsweise auch mehrere Zinskonten. Kein Konto darf doppelt verwendet werden.

Achtung: Bitte geben Sie im Feld „Bestandskonto“ das Bilanzkonto für den theoretischen Bestand der Instandhaltungsrückstellung an.

Grundsätzlich können Sie die notwendigen Kontosalden für die Rücklagennachweise auf zweierlei verschiedene Arten erstellen:

Entweder Sie buchen alle die Rückstellungen betreffenden Vorgänge in der Buchungserfassung oder Sie geben die absoluten Beträge der entsprechenden Konten direkt an dieser Stelle ein. Die zweite Möglichkeit hat natürlich zur Folge, dass die Kontobewegungen Ihrer Rückstellung an keiner Stelle im System mehr auftauchen (Nullabgleich und Vermögensstatus können dann nicht verwendet werden). Alle erforderlichen Konten für den Rücklagennachweis müssen nicht im Kontenstamm angelegt werden (für den Nullabgleich und den Vermögensstatus nicht zutreffend, hier müssen zudem die Verteilungsschlüssel bei den Konten hinterlegt sein).

Geben Sie die Bezeichnung Ihrer Instandhaltungsrücklage, den Text für Anfangs-, Endbestand und Zuführung zur Instandhaltungsrücklage, die Fibu-Kontonummer des Bestandskontos für die IHR mit Auswahl des Verteilungsschlüssels und die Fibu-Kontonummer des Zugangskontos sowie den entsprechenden Verteilungsschlüssel an.

Über den Button „Beträge einlesen“, werden die Salden der eingetragenen Konten eingelesen, sofern diese im Kontenstamm angelegt sind. Über den Button VTS einlesen, können automatisch die Verteilungsschlüssel der Konten eingetragen werden, sofern diese im Kontenstamm definiert sind.

Wichtig: Vergeben Sie in jeder IHR ein separates Sollstellungskonto (Kontotyp 29). Die Angabe dieses Kontos ist zwingend notwendig!

Unter der Tabe „Zinskonten“ werden die Zinserträge und der entsprechende VTS sowie die Prozentsätze für die Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag eingetragen. Es ist der Bruttozinsbetrag einzugeben; in der Instandhaltungsrücklage wird der Zinsbetrag abzüglich Kapitalertragssteuer und Solidaritätszuschlag ausgewiesen. Diese werden vom System automatisch berechnet und auf der Instandhaltungsrückstellung separat ausgewiesen.

Haben Sie die Option „% Beträge absolut“ ausgewählt, wird die Kapitalertragssteuer und/ oder der Solidaritätszuschlag nicht vom Programm errechnet, sondern es werden im Nachweis die eingegebenen Beträge gedruckt.

Sollte Ihr Zinsnachweis bereits um die abzuführenden Beträge bereinigt sein, können Sie vom Programm die Bruttozinsen durch die Auswahl der Option „Zinsen netto“ errechnen lassen.

Für den Nullabgleich buchen Sie bitte nur die effektiv gutgeschriebenen Zinsen und setzen Sie die Option „Zinsen netto“. Auf den nächsten Taben können Sie die Ertragskonten, welche im Rücklagennachweis als Zugangskonten ausgewiesen werden sowie die Herstellungs- und Instandhaltungskonten, welche als Abgang ausgewiesen werden, mit den entsprechenden Beträgen und Verteilungsschlüsseln definieren.

Wichtig: Wollen Sie die Rückstellung über die Hausgeldabrechnung drucken, so muss der Haken bei „Wohngeld aktiv“ zwingend gesetzt werden. Des Weiteren erfolgt der Druck der Instandhaltungsrückstellung über oder mit der Hausgeldabrechnung nur, wenn im Modul „Instandhaltungsrücklage“ bei jeder Angabe ein VTS hinterlegt und den Konten zugewiesen ist.